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Also, Rockstories. Dies wird die erste von - wir werden mal
sehen wie vielen. In ein paar Jahren wird es vielleicht mal
ein Buch werden, wir werden es ja zusammen erleben - der
eine oder andere vielleicht auch nicht, hähä!!! Tja, das
teuflische Roulette des Lebens, schauen wir, in welches Jahr
es uns rollen lässt! Rien va plus...
1985 Stockholm Schweden, Mötley
Crües Tommy Lee.
Er hat gewonnen und somit geht die erste Story an die
berühmt-berüchtigte Drummaschine der 80er-Jahre-Kultband
Mötley Crües (ex Mann der Megabraut Pamela Anderson Lee).
Aber damals, auf der „THEATER of PAIN“-Tour war das
natürlich noch nicht der Fall! Zu dieser Zeit war sein ein
und alles noch Heather Loklhear (natürlich auch mega,
bekannt aus TV, Werbung und TV-Serien wie Dynasty, ein Colt
für alle Fälle sowie aus vielen Kinoproduktionen und
natürlich als US-Topmodel). Aber nun zu der Geschichte: |

Marco Paganini & Tommy Lee |
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Wieso denkt Ihr, dass der Typ immer
solche Superfrauen auf Lager hat? Also, ich verrate es Euch.
Sein zweiter Name - und so nennen ihn auch seine Freunde -
ist T-Bone. Das kommt erstens daher, weil er endlos lang ist
(gross) und, wenn er die Arme ausstreckt, wirklich aussieht
wie ein grosses T. Allerdings war er zu dieser Zeit auch
furchtbar dünn. Das brachte ihm diesen Übernamen ein. Die
Amerikaner nennen das übrigens einen nickname. Alle, die
jetzt denken, Moment mal, grosser Knochen...? Das hat doch
bestimmt was mit seinem... zu tun. Verdammt recht. Also,
wenn Grösse bei den Frauen keine Rolle spielen soll, dann
ist T-Bone der lebende Beweis, dass dieses Gerücht nicht
stimmt. Ich hatte beim Duschen nach einem Konzert das
seltene "Vergnügen", mal so ganz natürlich hinzugucken.
Scheisse, und ich habe in meiner Geilostosszeit tatsächlich
geglaubt, mich habe der liebe Gott mit einer edlen
Sonderausstattung vom Band gelassen. Denkste! T-Bone müsste,
aus meinen Blickfeld gesehen, Titanic Bone heissen. Und
genau deswegen verwünsche ich jenen Tag, weil er mir
beigebracht hat, wie klein doch meine Welt ist. Na ja, ich
weiss und - das ist mein Trost - da draussen gibt es ja
schliesslich auch noch einen Mikrokosmos. Und wie sagt man?
Unter den Blinden ist der Einäugige König. Wenn einige von
Euch jetzt denken, dass ich einfach nur eine schlüpfrige
Geschichte schreiben wollte, dann liegt ihr jetzt genau
falsch. Das war einfach nur so ein Gedanke, während ich mir
überlegte, was ich denn nun über Tommy T-Bone schreiben
soll. Was könnte Euch interessieren? Vielleicht, dass Mötley
Crües für jeden Tourneetag 17’000 $ zur freien Verfügung
hatten, nur um zerstörte Hotelzimmer, Hotelbars,
Minibar-Rechnungen und was weiss ich alles noch zu bezahlen.
Zum Beispiel Telefonanrufe (wohl nicht zu erwähnen:
stundenlang). Selbstverständlich musste doch jeder in den
USA Bescheid wissen, wie gut unser Dope sei, und erst die
Groupies, alles von Feinsten (klirr, bäng). Und das alles
nur, um dem Bad-Boy-Image, gerecht zu werden. Aber, was sage
ich Image? Dem Teufel sei Dank für die Groszügigkeit der
Plattenindustrie in den 80ern.
Bad Boys waren wir schon, nur Spass haben war wichtig. Der
Rest ging uns am sprichwörtlichen Arsch vorbei. Diese von
sich selber so eingenommenen Herren Manager bezahlten alles
ganz cool. So gehörte sich ja auch. Aber in der
Endabrechnung haben sich die Kosten mit der Band gelohnt.
Na ja, was solls, its only rock ‘n roll
and we like it. Also eine Geschichte: In einem
schwedischen Hotel flog meine Zimmertüre mit einem
fürchterlichen Knall aus dem Rahmen. T-Bone stolperte mir
rülpsend entgegen: “Fuck, fuck! This
fucking hotel door is locked. Where is my fuckin’ key?
What’s up Mark?“ Nice fuckin’ room ya got, you
mother...” Ihr wisst schon. Ich konnte nichts machen,
da stand er schon an meinem Fenster, einem Fenster zum Hof,
wie sich noch herausstellen sollte. Unser Hotel hatte eine
Besonderheit, die T-Bone von seinen Fenster aus nicht sehen
konnte. Im U-förmigen Hof des 5-Sternehotels wurden, trotz
der klirrenden Kälte Skandinaviens, Galadiners, Parties und
sogar Hochzeiten gegeben. Ermöglicht wurde dies (wenn man es
sich leisten konnte) durch ein spezielles Heizsystem. „That’s
fucking great“, schrie T-Bone durch das Gemäuer, „a fucking
wedding party!“ Zu Deutsch: „Super, eine Hochzeitsfeier!“
Ich staunte nicht schlecht. Bei Ihm wusste man nie so genau,
ob, na??? Aber tatsächlich, da lief eine schwedische
Hochzeit mit allem drum und dran: Torte, Trachten, alles war
da, auch die Braut, der Bräutigam und das ganze andere
Gesockse. Ihr wisst schon: Free-Food-Haie, auch
Familienmitglieder genannt. Sehr reich und spiessig wirkte
das ganze zu dieser Zeit auf mich! Da war doch noch was? Ah
ja, das Fenster zum Hof! Klingel, ring, klingel... T-Bone
schmeisst sich in einem mehr oder weniger einwandfreien
Purzelbaum über mein Bett, dass es nur so...
„No fucking way... really?”… “No! Shit...
Fuck!“ Ungefähr so hatte er geklungen, bevor er das
Telefon, das übrigens an der Wand edel montiert war, aus der
Tapete riss und mit einem gekonnten Wurf durch das
inzwischen wegen der Schweinekälte von mir geschlossene
Fenster knallte, mit den Worten: „I don’t want fuckin’
Heather to call me!“ Scheisse - Durchzug und sogleich Umzug
ins Zimmer nebenan. Durch den Lärm, wurde Nikki Sixx wie von
einem Magneten angezogen. Nun nahm das Schicksal seinen
bösen Lauf. „Wow“, staunte er, seine obligate Flasche Jack
Daniels schwenkend, „a (schon wieder) fucking wedding party?
And Crües are not invited? Fuck!!!!!
Fucking Swedes!!! Open the window, T-Bone.“ Er griff
nach dem Messer, das er immer in seiner Jeans trug. Ich
befürchtete das Schlimmste für die armen Hochzeitsgäste.
Nikki spähte aus dem Fenster, lehnte sich hinaus und schrie:
„Just wait, fuckers... you think there will be no fuckin’
snow!!! I can create the fucking weather,
you jerks... just wait and fucking snow will hit your
asses!!!” T-Bone schnauzte aus dem achten Stockwerk
in den festlich geschmückten Hof, dann ging’s los. Ich
traute meinen Augen nicht, als T-Bone und Nikki (Ich weiss
nicht mehr, ob ich mitmachte, hähä) anfingen, die Bettwäsche
aus allen möglichen Zimmern aufzuschlitzen. T-Bone lachte
verschmitzt und sagte: „Mark, do you know about that Grimm’s
fairytale named Mother Holle?“ Jetzt wusste ich, wie ihr
einfacher aber perfider Plan aussah. Ich wette, Ihr vermutet
schon, was jetzt gleich für eine Pointe kommen muss. Die
Jungs liessen es tatsächlich schneien, aber nicht den in
Skandinavien üblichen Schnee... Daunen rieselten den Leuten
auf die Köpfe, auf das Bankett, überhaupt über den ganzen
Hof. Diese Gesichter werde ich nie vergessen. Alles war voll
Daunen, bestimmt unvergesslich auch für das Hochzeitspaar,
das seine Daunentorte auch noch anschneiden musste. Bestimmt
wäre es für beide Parteien billiger gekommen, hätten die
schwedischen Hochzeitsmultis die Crües auf ein paar Drinks
in den Hof eingeladen. Ich hoffe, dass einige Leute jetzt
auf die Idee kommen, in der Schweiz zu heiraten, aber
Achtung: Bei den Eidgenossen lauert Marco Paganini!
So viel für heute, ich hoffe, Euch hat es ein bisschen
unterhalten...
Euer Marco Paganini, alias Triple 6 |